Chicago - Der Sound

Zur Musik

Die neue Musik von Andy Miles für Orchester und einen satten Bläsersatz ist im Stil des traditionellen Chicago-Jazz angelegt und erweitert im Lauf des Films dieses Klangspektrum zum Modern Jazz. Damit schlägt die Musik die Brücke zwischen der Entstehungszeit des Films zu Beginn der 1930er Jahre und heute, sie akzentuiert die Montage, reagiert auf verborgene Details und unterstreicht die Modernität von Heinrich Hausers Film, der mit genauem Blick die sozialen Gegensätze der Metropole Chicago und ihrer Menschen registriert. Es ist der Puls dieser boomenden Stadt, einer Stadt voller Gegensätze und großer Versprechen, den die Musik wieder hörbar und erlebbar macht.


Andy Miles,  Komponist

Andy Miles studierte klassische Klarinette in Bremen und Hannover, u. a. bei Prof. H. Pallushek. Als einer der jüngsten Klarinettisten wurde er 1991 Soloklarinettist der Hamburger Philharmoniker. Später wechselte er nach Köln an die Soloposition des WDR Funkhausorchesters Köln.


Neben seiner Tätigkeit im WDR Funkhausorchester tritt Andy Miles sowohl in Kammermusik-Formationen wie auch solistisch international auf und spielt mit Orchestern wie den Duisburger Philharmonikern, dem Kammerorchester St. Petersburg, der Slowakischen Sinfonietta, dem Izmir State Symphony Orchestra oder den Peking Symphony Orchestra.  Immer wieder sprengt er musikalische Grenzen. Seine Vergangenheit als Saxophonist in Rockbands, als Tinwhistlespieler in Folkbands, als Klarinettist in diversen Jazzformationen und nicht zuletzt als Soloklarinettist in traditionellen Orchestern ermöglicht ihm, sich in verschiedensten Musikgattungen zu bewegen.

Alternative Tonfassung

Wilfried Reichardt und Hans-Ulrich Werner für WDR (1998)

Eine 'Akustische Landschaft', eine Klangcollage aus Field-Recordings des heutigen Chicagos und Passagen aus Heinrich Hausers Buch "Feldwege nach Chicago".